MarineJugend/Mitgliederzeitung/Blauer Peter 1998-2
Der Traum vom Opti
Es war einmal eine Jugendgruppe im Pfälzer Wald, die sich viel und gerne mit dem Modellbau beschäftigte. Eines Tages kam die Zeitung der großen Häuptlinge aus dem fernen Norden. Diese weissagten, daß derjenige, der den schönsten aller Optis nachbauen würde, einen richtigen, großen, segelfähigen, kunterbunten, unsinkbaren, schnittigen Optimisten haben sollte.
Das ließen sich die Hinterpfälzer natürlich nicht zweimal sagen. Sie hämmerten, sägten, schliffen, spachtelten, klebten, lackierten, schneiderten Segel, benutzten teuerste Materialien vom Sperrmüll und scheuten auch sonst keine Mühen (siehe Bild).
Schließlich präsentierten die Auserkorenen aus dem Pfälzerland im fernen Schwabenland voller Stolz die Meisterwerke: Einen Opti aus feinstem Kupfer, einen meisterlichen aus Sperrholz mit echtem Segelstoff und in Miniature zwei Flaschen-Optis.
Und was hat's genutzt?????
Zu Platz und Sieg hat's leider nicht gereicht, da - wir hatten's uns fast gedacht - andere Gruppen auch Supermodelle bauen können. Herzlichen Glückwunsch (absolut ohne Neid) nach Salzgitter und Braunschweig.
Einen kleinen Trost haben wir allerdings: Unser Opti aus purem Kupfer und Messing (glänzt fast wie Gold) wird zukünftig der Wanderpreis für die Optimistenregatta der DMJ sein.
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