MarineJugend/Mitgliederzeitung/Blauer Peter 2003-2

Anmerkung zu den Berichten unserer Jungredakteure

 

Liebe Karina (ka), lieber Joseph (jo), bitte seid mir nicht böse, aber ich MUSS zu beiden Berichten noch etwas nachtragen. Beim vereinsinternen 5-Kampf ist eigentlich im Großen und Ganzen alles gesagt, hier gebe ich lediglich - zum Nachlesen  für alle - die Ergebnisliste bekannt. Wir haben uns entschlossen, doch alle Jugendlichen "über einen Kamm" zu scheren und weder nach Alter, noch nach Geschlecht zu unterscheiden. Das Endergebnis  zeigt, dass auch tatsächlich alle die gleiche Chance hatten. Die Wertungstabelle findet ihr an anderer Stelle in diesem Heft. Siegerehrung ist - wie immer - erst bei unserer Seemannsweihnacht.

 

Zu unserem Halloween-Wochenende muss ich allerdings etwas weiter ausholen: Einige Eltern haben uns schon mitgeteilt, dass sie in Ihrer Jugend ebenfalls "auf der Wolfsäge" waren. Für die Anderen: Der Wolfsägerhof war früher ein Gehöft, das zur Gemarkung Lemberg gehörte. Der letzte Bewohner verließ die kleine Siedlung in den fünfziger Jahren. Die Häuser sind längst abgerissen, an deren Stelle gibt es jetzt einen Jugendzeltplatz. Wir waren aber nicht dort, sondern noch weiter im Wald, wirklich dort, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen! Wir wohnten im Jugendheim "Wolfsägerhof". Wer die Fernsehserie "Schwarzwaldhaus 1902" gesehen hat, kann sich in etwa unsere Hütte vorstellen. Wir hatten selbstverständlich fließendes Wasser, wohl temperiert aus eigener Quelle. Ich habe festgestellt, dass das Wasser tatsächlich wärmer war als die morgendlichen Temperaturen "im Badezimmer" (Raureif lag auf dem Gras und das Thermometer zeigte 1 Grad Celsius an). Die Toilette sah zwar aus wie zu hause, war aber ein "Plumpsklo" und außerhalb der Hütte (wegen des Geruchs auch sinnvoll). Gekocht habe ich - der Smutje - auf "Omas Küchenofen", hauptsächlich war ich allerdings damit beschäftigt, fleißig Holz nachzulegen, damit Kochen überhaupt möglich war. Geheizt wurde die Hütte - neben dem Küchenofen - mit einem offenen Kamin im Wohnbereich, der Schlafsaal - für Luftmatratze und Schlafsack - lag darüber.

 

Das war ein echtes Erlebnis. Wir Erwachsenen waren hellauf begeistert von dieser Rückkehr in die Vergangenheit. Für unsere Mädels und Jungs war einiges doch recht gewöhnungsbedürftig. Trotzdem hat es allen, die da waren und mitgemacht haben, supergut gefallen. Wiederholung ist - auch von Seiten der Jugendlichen - ausdrücklich erwünscht.

 

Hier noch einiges zum Programm:

Zunächst war es erforderlich, Holz zu machen. Wie immer macht Holz zweimal warm, nämlich beim Schlagen, hacken oder transportieren und aufsetzen und zum Anderen im Ofen bzw. Kamin. Für unsere Jugendlichen eine ganz besondere Erfahrung! Wir hatten es gut getroffen, die Stämme hatte der Forst schon geschlagen, wir mussten diese nur noch zurecht schneiden und in ofengroß hacken. Die Begeisterung von Jugendlichen und Erwachsenen dabei war so groß, dass der Schuppen am Ende gut mit Holz gefüllt war. Unsere Nachfolger (eine Gruppe  Pfadfinder aus Karlsruhe, die mit der Bahn angereist waren,) hat sich sicherlich auch darüber gefreut.

Höhepunkt unserer Geländespiele war sicherlich unsere "Schatzsuche". Die Jugendlichen waren in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten insgesamt elf verschiedene Aufgaben erfüllen. Alle waren mit Begeisterung dabei. So ist es auch zu erklären, dass am Ende beide Gruppen die gleiche Anzahl von Schlüsseln hatte. Aus reinem Zufall hatten wir natürlich auch zwei Schatzdosen dabei, die - gut gefüllt mit Naschwerk - nach dem Abendessen vertilgt wurden!

 

A propos Essen: Es ist erstaunlich, welche Mengen von Nahrungsmitteln in einen hungrigen Magen passen! Die Waldluft tat ihr übriges, so dass am Ende so gut wie NICHTS übrig blieb!  Um euch den Mund wässrig   und Lust auf das nächste Mal zu machen: Es gab Ham- bzw. Cheeseburger, Kürbissuppe, "Gebreedelde mit Weißem Kees" und Wurstsalat und zum Abschluss Spaghetti mit Tomatensoße. Die Schüsseln waren ratzfatz leer gefuttert und - für ganz Hungrige - lag immer noch ein Stück Brot bereit. Der Rekord bei der Kürbissuppe lag übrigens bei SIEBEN Tellern! Wohl bekomm's .......



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